Alle Wege führen nach Rom

Egal was man im Leben erreichen will, ob man eine Sprache erlernen, ob man 20 kg abnehmen oder eine Million verdienen will …

2 lesezeit

Rabbiner Shalom Arush

gepostet auf 12.04.2012

Die ersten Schritte wagen
 
Eines Tages entschlossen sich einige Freunde einen gemeinsamen Ausflug zu machen. Auf ihrem Weg nahmen sie einen Mann wahr, der am Straßenrand herumstand. Nach einigen Tagen sahen sie bei ihrer Rückkehr, dass der Mann immer noch am gleichen Platz steht. Sie gingen auf ihn zu und fragten ihn: „Weshalb stehst du hier?“
 
Er erwiderte ihnen: „Ich möchte nach Rom.“
 
Daraufhin fragten sie ihn weiter: „Wie lange stehst du hier eigentlich schon herum?“ – „Eine Woche“ sagte er.
 
Einer der Freunde sagte daraufhin: „Was! Solange stehst du hier schon mit der Hoffnung nach Rom zu kommen herum! Wenn du dich, anstatt blöd herumzustehen auf den Weg gemacht hättest, wärst du schon längst in Rom. Sogar wenn du auf alle Vieren krabbeln würdest, hättest du bereits Rom erreicht…“
 
Die Moral der Geschichte: Ein Mensch der sich Gott nähern, oder seinen Charakter bzw. etwas in seinem Leben verändern möchte, allerdings nichts dazu beiträgt, gleicht dem Mann, der auf der Straße steht und sich einbildet, – ohne sich einen Millimeter fortzubewegen -, Rom erreichen zu können!
 
Egal was man im Leben erreichen will, ob man eine Sprache erlernen, ob man 20 kg abnehmen oder eine Million verdienen will…: Wenn man etwas erreichen will, muss man sein Ziel schrittweise angehen, es gibt keine andere Möglichkeit – es ist anders einfach nicht möglich. Man kann kein Italienisch lernen bevor man das erste „ciao“ gelernt hat; man kann keine 20 kg abnehmen ohne das erste Kilo abzunehmen, und man kann keine Million verdienen bevor man nicht den ersten Euro verdient hat. Wir müssen alles schrittweise angehen, um etwas erreichen zu können. Die Aneinanderreihung von einzelnen Schritten bringt uns an unser Ziel!
 
Den ersten Schritt zur Gottesannäherung ist die tagtägliche Investierung einer Stunde (60 Minuten), in die Einsamkeitssuche. Wenn man sich also zum Positiven verändern möchte, muss man für diese Realisierung mindestens eine Stunde am Tag investieren, in der man gemäß der Regeln der eigenen Gerichtssprechung über sich, sein Tun und sein Denken urteilt. Für die Dinge, bei denen bereits Verbesserungen eintraten, muss man sich bei Gott bedanken.
 
Ein Mensch, der sich Gott nähern möchte, sich dafür allerdings keine Stunde am Tag einräumt, in der er mit Gott spricht und Rechenschaft für sein Tun ablegt, gleicht einem Mann, der an einen bestimmten Ort gelangen will, aber sich keinen Schritt dahin bewegt! Man muss sich daher dessen bewusst werden, dass man nur mittels einer täglichen Rechenschaftsabgabe und dem täglichen Gebet die Möglichkeit besitzt, sich Gott zu nähern. Also einen guten Charakter zu bekommen, sowie sich von allen dummen Leidenschaften und Begierden zu befreien und im Glück und Frieden zu leben …
 
In diesem Sinne liebe Leser und liebe Leserinnen, bitte euch, nimmt euch das hier besprochene Motto: „Alle Wege führen nach Rom“ zu Herzen, – und beginnt ab jetzt – einen Schritt auf euer Ziel zuzugehen!
 

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