Schulden

Schuldenmacher – Ein Mensch, der Geldschulden hat, befindet sich in einer Glaubensprüfung.

2 Min.

Rabbiner Shalom Arush

gepostet auf 10.02.19

Schuldenmacher – Ein Mensch, der Geldschulden hat, befindet sich in einer Glaubensprüfung.

 

Entweder macht ein Schuldenmacher sich selbst, andere oder sonstige Gegebenheiten, wie z.B. Glück usw., für seine Schulden verantwortlich. Oder er verhält sich nach den Grundlagen des Glaubens, d.h., er glaubt, dass es Gottes Wille ist, dass alles zum Guten ist, und dass es keine Schwierigkeiten ohne vorher begangene Sünden gibt. Ein Schuldenmacher, der an Gott glaubt, ist sich darüber im Klaren, dass der Grund für seine Schulden seine begangenen Sünden sind.

 

Folglich schließt sich in seinen Augen das Puzzle mit dem Bild, dass die einzige schuldentilgende Lösung darin besteht, sich mit Gott über dieses Problem zu unterhalten und zu beraten sowie sich bei Ihm für alle begangenen Sünden zu entschuldigen.

 

Es gibt eine Sünde, deren Bestrafung es ist, ein Leben lang verschuldet sein zu müssen. Deshalb wird es einem Menschen auch nichts nützen, wenn er von allen Seiten aus versucht, dagegen anzugehen. Das Strafausmaß dieser Sünde ist so schwerwiegend, dass sie gelegentlich zur Folge hat, dass andere Menschen ebenfalls in den Schuldensumpf hinabstürzen. Die einzige Möglichkeit, die man hat, um gegen diese Sünde vorzugehen, ist der Glaube, das Gebet und die Sündenreue. Diese Schritte muss man also wagen, sobald man empfindet, dass das Bewusstsein erweitert ist, da dies die optimale Zeit bildet, um mit Gott zu sprechen, sich bei Ihm zu entschuldigen und sich Ihm gegenüber sündenreuig zu erweisen.

 

Im Gegensatz dazu ist ein Mensch, dessen Bewusstsein eingeschränkt ist, so etwas wie ein Schuldenmacher.

 

Unsere Weisen lehrten uns: „Zehn Kabin (altes kleines Trockenmaß) des Schlafes kamen auf die Erde und neun davon nahmen die Sklaven.“ Das bedeutet, dass der Schlaf so etwas wie ein beschränktes Bewusstsein ist; und ein Sklave ist so etwas wie: „Ein Knecht ist der Borger eines Gläubigers“ (Sprüche Salomons, Kapitel 22, Vers 7). Folglich muss ein Mensch, der empfindet, dass er über ein erweitertes Bewusstsein verfügt, mit Gott sprechen, denn so hält man sich die Strafe, ein Schuldenmacher zu sein, vom Hals! Demnach ergibt sich, dass die Bestrafung ein Schuldenmacher zu sein, so etwas wie ein beschränktes Bewusstsein ist.

 

Folglich bedeutet dies, dass ein Mensch der Geldschulden hat, mit aller Kraft versuchen muss, glücklich zu sein! Nachdem er es schaffte glücklich zu sein; d.h. wenn er seinen Kopf frei hat, dann muss er sich Gott gegenüber sündenreuig zeigen und sich bei Ihm für die Sünde, die den Startschuss für seine Schulden gab, entschuldigen. Außerdem muss er sein Verhalten unter die Lupe nehmen und dabei nach weiteren Dingen suchen, die ihn zur Armut trieben und sich dafür ebenso entschuldigen.

 

 

Der Autor ist Gründer und Leiter des Lehrinstituts „Chut Schel Chesed“ in Jerusalem. Mehr über Rabbiner Shalom Arush erfahren Sie hier.

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