Sei ein Regenbogen

Sei du ein Regenbogen unter den Regenwolken! Wenn der Berg nicht zum Propheten kommen will, muss der Prophet zum Berge gehen.

3 lesezeit

Rabbiner David Kraus

gepostet auf 14.09.2014

Sei du ein Regenbogen unter den Regenwolken! Wenn der Berg nicht zum Propheten kommen will, muss der Prophet zum Berge gehen.

Was macht den Unterschied zwischen uns allen auf der Welt? Was ist der Unterschied zwischen mir und dir, dir und sie, sie und ihm, ihm und ihr?

Es sind unsere Träume, hoffnungsvolle Wünsche und tiefste Sehnsüchte in unserem Herzen. Jeder von uns trägt sie ins sich.

Glaubst du an deinen Traum? Wenn ja, dann sollten wir daran festhalten und den ersten Schritt zur Erfüllung unseres Traumes wagen!

Insbesondere wir Israelis haben allen Grund, davon überzeugt zu sein, dass Träume wahr werden!

Wir leben in Israel. Das ist nicht nur ein Fleckchen Erde im Nahen Osten. Es ist viel mehr als das: Es ist eine Projektionsfläche für Visionen und Illusionen.

Hier im Heiligen Land keimten und starben tiefste Sehnsüchte, hoffnungsvolle Wünsche und Träume – Träume von einem Leben ohne Angst und ohne Hass. Doch was mit einem Traum beginnt, endet schnell als Albtraum. Es wird gekämpft, gestritten, gelitten und zählt zur Normalität. Denn das Leben gleicht keinem Wunschkonzert!

Aber im Großen und Ganzen ist Israel ein wahrgewordener Traum. Wer hätte vor 100 Jahren daran geglaubt, dass die jüdische Bevölkerung einen souveränen Staat haben wird, und dass verstreute Juden aus aller Welt wieder nach Hause nach Zion zurückkehren?

Was können wir von diesem kollektiven Traum für uns als Individuen – für unseren individuellen Traum – daraus lernen? Träume werden wahr, wenn ich fest an sie glaube!

Die Zukunft gehört nur demjenigen, der an seinem Traum glaubt! Deshalb frage ich jetzt nach dieser kleinen Einleitung erneut: Glaubst du an deinen Traum? JA, mit voller Überzeugung! Wir müssen uns unsere Träume visualisieren und sie aussprechen.

Lasst uns mutig sein, was schlicht und einfach bedeutet, den Versuch zu starten, anders zu denken – sich eben vorzustellen, dass eine Wandlung zur Erfüllung seines Traumes mit der richtigen Einstellung möglich ist.
Das ist sicherlich leichter gesagt als getan, denn das Leben gleicht keinem Wunschkonzert. Meist ist unser Leben von einer dunklen Wolkendecke überzogen, wobei es gelegentlich auch Regen gibt.

Doch wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Lasst uns mutig sein und eben versuchen, davon überzeugt zu sein, dass es auch anders sein kann – viel besser!

Die Kabbala lehrt uns, dass unsere Gedanken die Kleider für die Seele sind. Stilvolle Gedanken mit Gefühl ergeben Kleider, die zur Seele passen! Denke ich gut, so entfaltet sich Lebensfreude! 

Ganz nach diesem Motto habe ich bei schlechtem Wetter einen Glaubenssatz, der mir aufzeigt, wie ich trotz Regen, dunklen und dicken Wolken, Sturmböen und niedrigen Temperaturen eine schöne Zeit erleben kann: 

Sei du ein Regenbogen unter den Regenwolken! Wenn der Berg nicht zum Propheten kommen will, muss der Prophet zum Berge gehen.

Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst!

Wie können wir diese Veränderung in und an uns ins Leben rufen?

Es scheint für uns anfangs schwierig zu sein, solch eine Veränderung einzuleiten, wenn es donnert und hagelt. Oft fühlen wir uns, als würde uns ein Tsunami heimsuchen.

Aber auch hier gilt es, mutig und überzeugt davon zu sein, dass es auch anders sein kann – viel besser!

Bruce Lee und Kung Fu, dass ist sicher für jeden ein Begriff. Von Bruce Lee lernen wir etwas fürs Leben. Versetzen wir uns in seine Lage: Ich stehe hier und nehme wahr, dass vierzig nicht gerade sympathische Herren auf dem Weg sind, mich zusammenschlagen zu wollen. Letztendlich hat der kleine Bruce diese vierzig Männer verprügelt! Wie hat er es geschafft, diese vierzig Männer k.o. zu hauen?

Ganz einfach: Er konzentrierte sich nicht auf diesen furchteinflößenden Tsunami aus vierzig gewalttätigen Männern, sondern auf den in seiner unmittelbaren Nähe einzutreffenden Schlag. Das Problem, das am nächsten steht, gilt es auszumerzen – bis letzten Endes keine Probleme mehr feststellbar sind. Nehme ich im Gegensatz dazu alle Probleme auf einmal wahr, wird mir die Kraft dazu fehlen, eine Veränderung einzuleiten. Denn wer kann schon einen Tsunami aufhalten?!

Glaube an das Produkt, welches du verkaufst! Glaube voller Überzeugung an dich selbst! Die Art und Weise, wie du lebst, ist deine Botschaft für die Welt! Offenbare der Welt, was du hast, was du kannst, was deine Träume sind!

 

Übe dein Lächeln, stelle dich vor einem Spiegel und sage zu dir: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist … im ganzen Land?“ Beginne dich anders wahrzunehmen – irgendwie besser. Dann wirst du auch im Allgemeinen Dinge mit einem anderen Blick betrachten können – viel besser!

 

 

David Kraus (M.A in Psychologie und Integrativer Psychotherapie | Dipl. Paar- und Familientherapeut | Dipl. Pädagogischer Elternberater) ist Oberrabbiner der Jüdisch-Chassidischen Kultusgemeinde Breslev Deutschland / Israel mit Sitz in Hanau. David Kraus finden Sie bei Facebook.

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